Studien beweisen: Yoga ist die reinste Wunderwaffe

Die Zahl der begeisterten Yoga-Anhänger wächst. Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen praktizieren die Gesundheitslehre aus Indien. Studien belegen: Yoga hält fit und beugt Krankheiten vor.

Unser Berufsleben wird zunehmend hektischer. Wir empfinden unseren Alltag oft als stressig und belastend. Termindruck, zu wenig Bewegung und eine ungesunde Körperhaltung führen zu physischen und psychischen Belastungssituationen, auf deren negative Folgen auch die Krankenkassen regelmäßig hinweisen.

Ohne einen bewussten Ausgleich können physische und psychische Dauerbelastungen zu ernsthaften, teilweise chronischen körperlichen Beschwerden führen. Zusammen mit Herausforderungen in unserem privaten Umfeld kann es zu physischen, emotionalen und geistigen Erschöpfungssituationen kommen, die seit Jahren unter anderem als "Burnout" diskutiert werden.

Yoga als Kraftquelle

Lesen, Sport, Musik – wir gehen unterschiedliche Wege, um einen Ausgleich von Alltagsbelastungen zu finden: einen Ausgleich, der uns wieder auftanken und Kraft schöpfen lässt für die kleinen und größeren Herausforderungen des Lebens. Viele haben Yoga für sich entdeckt, weil es gleichzeitig die Gesundheit fördert und Körper, Geist und Seele stärkt. Regelmäßiger Yoga fördert das allgemeine Wohlbefinden und hilft der persönlichen Entwicklung.

Wie das kommt? Zunächst wirken sich Yoga-Übungen, die Asanas, positiv auf unsere körperliche Befindlichkeit aus. Kraft und Beweglichkeit werden gefördert. Die Bewusstheit für eingefahrene und oft schädliche Bewegungsmuster wächst. Viele Praktizierende, die wegen Nackenverspannungen, Gelenk-, Kopf- oder Rückenschmerzen den Weg zum Yoga finden, stellen schon nach einigen Stunden eine Besserung fest.

Dies allein ist schon eine große Unterstützung für jeden Einzelnen. Das Besondere am Yoga geht aber weit darüber hinaus. Eine wohldurchdachte Kombination von Asanas, Atemübungen und Entspannungsphasen ermöglicht Stressabbau und fördert das innere Gleichgewicht. Diese Erfahrungen mit in den Alltag zu nehmen ist eine unschätzbare Hilfestellung und Prävention im besten Sinne.

Yoga in der Prävention

Studien belegen darüber hinaus, dass Yoga nicht nur entspannt, sondern sogar ernstzunehmende Krankheiten lindern oder verhindern kann. Yoga erhöht die allgemeinen Beweglichkeit unseres Körpers. Außerdem wirkt regelmäßig praktizierter Yoga positiv auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Es stärkt das Herz-Kreislauf- sowie das Immunsystem und wirkt Arthritis und Arthrose entgegen. Zudem verbessern die Atem- und Entspannungsübungen sowie die damit einhergehende Aufmerksamkeitsschulung die Konzentrationsfähigkeit, die innere Gelassenheit und damit die Fähigkeit zur aktiven Stressbewältigung.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse schätzen und nutzen zunehmend auch Ärzte und Krankenkassen. Die Kassen fördern Yoga-Kurse unter bestimmten Voraussetzungen finanziell, um so potenziell höhere Ausgaben durch Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und operative Eingriffe zu vermeiden bzw. zu verringern.

Probieren Sie es aus! Nur so ist es möglich – ganz unabhängig von Alter und persönlicher Fitness – die wohltuende Wirkung des Yoga zu entdecken. Fitness und Gesundheitsvorsorge können, unterstützt durch die professionelle Begleitung eines gut ausgebildeten Yoga-Lehrers, zu einem wichtigen Bestandteil Ihres Alltags werden.

Über die Autorin

Angelika Beßler ist Yogalehrerin und Vorstandsvorsitzende des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY). Die studierte Sozialpädagogin bietet als selbständige Yogalehrerin in Ibbenbüren Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Für FOCUS Online schreibt sie über die wichtigsten Fragen zum Thema Yoga.

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