Österreichs Ex-Finanzminister offenbar in Skandal um Bluttest verwickelt

Im Skandal um den Heidelberger Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs haben Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen“ („FAZ“) ergeben, dass an der Vorbereitung der Markteinführung des Tests auch der ehemalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser beteiligt war.

Die Heidelberger Universität erhielt weltweit Aufmerksamkeit, nachdem die „Bild“-Zeitung einen Bluttest des Uni-Start-ups HeiScreen GmbH als Sensation feierte. Der Bluttest sollte Brustkrebs bereits im Frühstadium erkennen. Die Meldung ging um die Welt – stellte sich dann jedoch als PR-Skandal heraus, weil die Zuverlässigkeit des Bluttests noch nicht ausreichend geprüft worden war.

Im Jahr 2017 soll Grasser an mehreren Beratungen teilgenommen haben, als der vorbestrafte Unternehmer Jürgen Harder seinen Einstieg in die Firma HeiScreen mit seiner Beteiligungsgesellschaft Mamma Screen vorbereitete. Das bestätigte ein Anwalt Harders der „FAZ“.

Es sei sogar überlegt worden, Grasser in der Bluttest-Firma eine aktivere Rolle zu geben, möglicherweise in der Geschäftsführung. Auch die Leitung der Universitätsklinik ist über die Beteiligung Grassers mittlerweile informiert. Grasser musste sich seit 2018 in einem Korruptionsverfahren verantworten. Harder erhielt wegen Korruption im Jahr 2015 eine Bewährungsstrafe.

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