Rückruf: Salate mit gesundheitsgefährdender Keimbelastung – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Salat-Rückruf wegen Listerien

Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) weist auf seiner Webseite auf zwei Salat-Rückrufe hin. Den Angaben zufolge wurden in den Produkten Listerien nachgewiesen. Diese Bakterien können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Vom Verzehr der Salate wird abgeraten.

In der Schweiz wurde ein Rückruf für zwei Salat-Produkte gestartet. Dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zufolge sind sie mit gesundheitsgefährdenden Keimen kontaminiert.

Gesundheitsgefährdung durch Keime

Laut einer Mitteilung hat das Unternehmen Migros das Kantonale Laboratorium Zürich und das BLV über die Kontamination des Produktes „M-Classic Chicken Saladbowl“ mit Listerien informiert. Migros hat das Produkt aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf eingeleitet.

Betroffen davon ist „M-Classic Chicken Saladbowl“ in der 250-Gramm-Packung, mit der Artikelnummer: 1303.233 (Zu verbrauchen bis: 10.09.2020 und 11.09.2020).

Das Produkt wurde in Filialen der Migros Genossenschaften Zürich (Zürich, Glarus), Aare (Aargau, Bern, Solothurn) und Neuenburg-Freiburg verkauft.

In einer weiteren Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass auch im Mischsalat mit Poulet und Ei der Marke „mmmh – to go“ in der 220-Gramm-Packung (Zu verbrauchen bis: 11.09.2020), verkauft bei dem Lebensmittelhändler Denner, Listerien nachgewiesen wurden. Auch dieses Unternehmen hat das Produkt aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf eingeleitet.

„Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in beiden Mitteilungen. Das BLV empfiehlt, die Produkte nicht zu konsumieren.

Schwere Krankheitsverläufe möglich

Eine Infektion mit dem Bakterium Listeria monocytogenes verläuft bei Personen mit intaktem Immunsystem in den meisten Fällen unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie zum Beispiel Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall, erläutert das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Doch vor allem Schwangere, Ältere, Kleinkinder und immungeschwächte Personen können schwere Krankheitsverläufe mit, unter Umständen, tödlichem Ausgang entwickeln. Während der Schwangerschaft kann eine Listerien-Infektion laut dem BLV zu einer Fehlgeburt führen oder das Kind kann mit einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung geboren werden.

Personen, die die vom Rückruf betroffenen Salate verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. (ad)

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