Kassenärzte-Chef greift Regierung scharf an: Der Lockdown hat quasi nichts gebracht

Die Corona-Pandemie hält Deutschland weiter fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt weiterhin hoch. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie am 13. Januar 2021

  • Hessen meldet ersten Patienten mit britischer Corona-Mutation (16.00 Uhr)
  • Kindergeburtstag mit 30 Leuten: Als die Polizei kommt, flüchten Gäste ins Bad (14.31 Uhr)
  • Kassenärzte rechnen ab : "Der Lockdown hat quasi nichts gebracht" (12.02 Uhr)

Corona im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Trotz hoher Corona-Zahlen: Saarland setzt 15-Kilometer-Regel für Hotspots vorerst nicht um

19.33 Uhr: Trotz hoher Corona-Infektionszahlen im Saarland tritt die 15-Kilometer-Regel zur Beschränkung von touristischen Ausflügen vorerst nicht in Kraft. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend in Saarbrücken mit. Aufgrund von Meldeverzögerungen für den Regionalverband Saarbrücken und einem eingrenzbaren Clustergeschehen im Landkreis Saarlouis werde in beiden Kreisen auf die vorübergehende Einführung der Radiusregelung verzichtet.

Dies geschehe in Einvernehmen mit den Gesundheitsämtern. Im Saarland greift die 15-km-Regel eigentlich, wenn die Inzidenz für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen über dem Wert von 200 liegt – und zwar an drei Tagen in Folge. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Regionalverband Saarbrücken am Mittwochmorgen bei rund 252, der Kreis Saarlouis bei rund 201. Während der Grenzwert von 200 im Regionalverband Saarbrücken am Mittwoch bereits am dritten Tag überschritten wurde, war dies im Kreis Saarlouis erst am zweiten Tag der Fall. dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild Eine Frau geht auf der Corona-Intensivstation hinter einer Glastür einen Gang entlang.

Die Entscheidung für den Regionalverband Saarbrücken begründe sich in der fehlerhaften Darstellung der Inzidenzwerte beim RKI, erklärte das Ministerium. Wegen der Umstellung auf eine Software habe es Nachmeldungen von Coronafällen gegeben. Die aktuelle Inzidenzrate betrage daher nur rund 171. Im Kreis Saarlouis habe es fünf Corona-Ausbrüche in Altenheimen gegeben, die "lokal begrenzt und zudem räumlich abgeschottet" seien.

1564 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden in Großbritannien

19.09 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Großbritannien haben am Mittwoch einen neuen Höchststand von 1564 Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden registriert. Es ist das erste Mal, dass die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle die Marke von 1500 überschreitet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten erhöhte sich damit auf 84.767, wie die Behörden in London mitteilten. Großbritannien zählt zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa.

Schweiz verlängert und verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

16.32 Uhr: Die Schweiz hat die Anti-Corona-Maßnahmen verlängert und nochmals verschärft. Wie die Regierung in Bern am Mittwoch mitteilte, sollen Restaurants, Kultur- und Freizeitstätten bis Ende Februar geschlossen bleiben, um die Kontakte zwischen Menschen "drastisch" zu reduzieren. Ab kommenden Montag wird zudem das Arbeiten im Homeoffice verpflichtend. Geschäfte, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen schließen, für öffentliche Versammlungen gelten zusätzliche Beschränkungen.

Begründet wurden die neuen Bestimmungen mit einer "extrem angespannten" epidemiologischen Lage und mit der Verbreitung von Varianten des Corona-Erregers, durch die das Risiko einer weiteren Zunahme der Fälle bestehe. Diese neuen Varianten, die erstmals in Großbritannien und Südafrika registriert wurden, seien nach den vorliegenden Erkenntnissen 50 bis 70 Prozent ansteckender als die ursprünglichen.

Die Schweiz begann schon am 23. Dezember mit den Anti-Corona-Impfungen und setzt dabei den Biontech-Pfizer-Impfstoff ein. Am Dienstag wurde auch die Verwendung des Moderna-Impfstoffs mit sofortiger Wirkung genehmigt.

Hessen meldet ersten Patienten mit britischer Corona-Mutation

16.00 Uhr: In Hessen ist erstmals bei einem Patienten die womöglich ansteckendere Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wird der Mann in einer hessischen Klinik intensivmedizinisch behandelt. Angesteckt habe er sich durch direkten Kontakt zu einer Person, die aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war. Die Viruslinie B.1.1.7 war in Großbritannien bei einer Routine-Überwachung des Virus entdeckt worden und hat sich dann sehr stark ausgebreitet. Markus Schreiber/AP POOL/dpa Bald soll Klarheit herrschen: Wirkt der Impfstoff auch gegen die Corona-Mutation?

Corona: Kindergeburtstag mit 30 Leuten: Als die Polizei kommt, flüchten Gäste ins Bad

14.31 Uhr: Die Polizei in Hameln hat einen Kindergeburtstag mit 30 Gästen aufgelöst. Um von den Beamten nicht entdeckt zu werden, schloss sich eine Frau mit fünf Kindern in der Toilette ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. "Die anderen haben sich in Schränken versteckt."

Nachbarn hatten sich am Dienstag bei der Polizei über den Kindergeburtstag beschwert. Entgegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen sich die 30 Teilnehmer in der Wohnung. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Kreise: Bayern will zwei Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben

14.23 Uhr: Bedürftige sollen in Bayern kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Millionen Masken bereitgestellt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über diese Zahl berichtet.

Damit will die Staatsregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition. Details wollen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) am Nachmittag um 15.00 Uhr bekanntgeben.

Kassenärzte rechnen ab: "Der Lockdown hat quasi nichts gebracht"

12.02 Uhr: Die Kassenärzte haben die deutsche Lockdown-Strategie scharf kritisiert. "Der Lockdown, der jetzt seit Anfang November anhält, hat quasi nichts gebracht", sagte Bundesvorstand Andreas Gassen der "Bild". "Die Todeszahlen sind unverändert erschreckend hoch. Der Schutz der Risikogruppen ist immer noch beschämend schlecht."

Das größte Problem sehen Gassen und sein Vize Stephan Hofmeister in der Kommunikation der Regierung. "Den Unterschied macht nicht die Härte der Maßnahmen, sondern machen die Menschen in ihrem privaten Verhalten." dpa/Tobias Schwarz/AFP Pool/dpabild Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, rechnet damit, dass Arztpraxen ab dem Sommer die Corona-Impfungen übernehmen.

Sauer stößt Gassen das Weihnachtsversprechen auf. "Die Ankündigungen mancher Experten zur Wirkung dieses Lockdown waren ja vollmundig: 'Lockdown light jetzt und dann ist Weihnachten safe!' – Leider ist nichts safe!" Wer immer wieder Regeln und Zeitrahmen ändere, brauche sich nicht zu wundern, wenn sich niemand an daran halte, so der Kassenärztechef weiter.

Eine Inzidenz von 50 innerhalb weniger Wochen zu erreichen nennt Gassen völlig unrealistisch und geht auch auf einige Experten los. "Herr Lauterbach fordert  sogar eine Absenkung auf 25, Frau Priesemann gar auf 7 – da fragt man sich, was das soll."

Doch auch die Bundesregierung attackiert er abschließend für ihre Strategie. "Der Schutz der Alten wurde kategorisch als abwegig abgelehnt. Man könne nicht ein Drittel der Menschen einsperren, darum ging es auch nie – jetzt sperrt man quasi alle ein, ohne dass es einen echten Effekt hätte."

Die einzige Lösung laut den Kassenärzten: Impfen – so schnell wie möglich. Doch auch hier lasse die Kommunikation der Regierung zu wünschen übrig. Hofmeister: "Der Impfstoff reicht nicht einmal für alle Heimbewohner und Pfleger – dann kann man nicht abends zur Prime-Time Werbung schalten: ‚Kommt alle zum Impfen‘. Das sorgt für Verunsicherung und Enttäuschung."

Nachtgipfel vor Regierungserklärung: Merkel und Spahn sitzen über vier Stunden im Kanzleramt

11.37 Uhr: Bevor er am Mittwoch eine Regierungserklärung abgibt, hat sich Jens Spahn am Dienstagabend mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt getroffen. Das berichtet "Bild". Dort saßen der Bundesgesundheitsminister und die Regierungschefin über vier Stunden zusammen.

Neben der Regierungserklärung, die Spahn am Mittwoch abgibt, dürften auch der CDU-Parteitag am Wochenende, bei dem er als Vizekandidat von Armin Laschet antritt, sowie das Impf-Chaos in Deutschland Themen gewesen sein. Auch eine mögliche bundesweite Maskenpflicht dürfte zu den Themen im Gespräch zwischen Merkel und Spahn gezählt haben. Tobias SCHWARZ / AFP Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, links) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im September 2020 im Bundestag

Die Kanzlerin hatte zuletzt öffentlich den unzureichenden Schutz von Alten- und Pflegeheimen kritisiert und den möglichen Impfstoff-Mangel im ersten Halbjahr 2021 angeprangert. Am Dienstag stärkte sie Spahn aber in einer Video-Schalte der Unionsfraktion den Rücken. Man solle nicht an ihm und der Beschaffung des Impfstoffs "rummäkeln. Kritisch sind die Quartale eins und zwei. Ab dem dritten Quartal werden wir eher was abgeben können, als was brauchen."

Bundeskabinett billigt neue Corona-Einreiseverordnung von Spahn

10.56 Uhr: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss künftig innerhalb von 48 Stunden nachweisen, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Dies sieht eine Musterverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat. Einreisende aus besonders betroffenen Regionen mit dem mutierten Coronavirus oder mit besonders hohen Inzidenzzahlen müssen demnach schon vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen. dpa/Nadine Weigel/dpa Menschenleer ist die Einkaufsstraße „Seltersweg“ in Gießen. Mit Inkrafttreten der verschärften Corona-Regeln gelten im Landkreis Gießen aufgrund der hier festgestellten hohen Inzidenzwerte Ausgangsbeschränkungen.

Londoner Kliniken voll: Regierung erwägt Verlegung von Corona-Patienten in Hotels

9.56 Uhr: Um den Druck auf Londoner Krankenhäuser zu verringern, erwägt die britische Regierung, Patienten in Hotels zu verlegen. Das bestätigte Gesundheitsminister Matt Hancock in einem Interview mit dem Nachrichtensender Sky News am Mittwoch. "Auf dem NHS (Gesundheitsdienst) lastet enormer Druck, und wir überlegen alles Mögliche, um diesen Druck zu nehmen", so Hancock. Er betonte jedoch, das komme nur in Frage, wo es auch medizinisch vertretbar sei.

Ein Sprecher des King's College Hospital in London teilte mit, die Klinik habe Partnerschaften mit Hotels in der Nähe vereinbart, um vornehmlich wohnungslose Patienten zu verlegen, die in der Lage seien, das Krankenhaus zu verlassen.

Großbritannien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. In Teilen des Landes stehen die Krankenhäuser kurz vor dem Kollaps. Verantwortlich wird dafür auch eine neue Virus-Mutation gemacht, die sich nach Ansicht von Experten erheblich schneller ausbreitet als die bisher vorherrschende Variante. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz, das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner über eine Woche, liegt landesweit bei knapp 600.

Die Regierung in London steht immer wieder wegen ihres Umgangs mit der Pandemie in der Kritik. Premierminister Boris Johnson, Bildungsminister Gavin Williamson und der für das Impfprogramm zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi sollten noch am Mittwoch vor Ausschüssen im Parlament dazu befragt werden.

Scholz verteidigt deutsche Corona-Hilfen: "Die Bazooka hat ihre Wirkung entfaltet"

9.11 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat die Corona-Hilfen für Unternehmen verteidigt. Die Abschlagszahlungen für die Novemberhilfen seien im großen Umfang ausgezahlt worden, sagte der SPD-Politiker am Mittwochmorgen im ZDF-"Morgenmagazin". In diesen Tagen kämen die endgültigen Zahlungen in Kooperation mit den Ländern. "Es ist völlig richtig, dass wir gemacht haben, was wir gemacht haben", sagte er. dpa/Kay Nietfeld/dpabild Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen.

Deutschland habe im Frühjahr das größte und erste Stabilisierungsprogramm in Europa auf den Weg gebracht. "Das, was wir jetzt zugesagt haben, ist viel mehr, als wir an Zusagen im Frühjahrs-Lockdown hatten", so Scholz. Die wirtschaftlichen Daten seien inzwischen besser als zunächst vorhergesagt. "Das zeigt: Die starke fiskalische Antwort, die Bazooka, hat tatsächlich ihre Wirkung entfaltet und das wird auch international so gewertet", sagte Scholz.

Der Finanzminister reagierte auch auf Kritik, dass Schulen geschlossen seien, Beschäftigte aber weiter zur Arbeit fahren dürften. Derzeit sei kein Stopp der Produktionen geplant, alle sollten aber den Appell der Bundesregierung ernstnehmen und nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten. "Wir diskutieren darüber, wie wir diesem Appell noch mehr Nachdruck verleihen", sagte Scholz.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 264.720 (+2226), 5757 Todesfälle (+93)
  • Bayern: 358.967 (+1740), 8075 Todesfälle (+162)
  • Berlin: 108.303 (+1070), 1635 Todesfälle (+44)
  • Brandenburg: 56.134 (+729), 1569 Todesfälle (+55)
  • Bremen: 14.497 (+107), 224 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 41.356 (+393), 820 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 151.293 (+503), 3588 Todesfälle (+30)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 15.331 (+433), 261 Todesfälle (+7)
  • Niedersachsen: 121.495 (+673), 2418 Todesfälle (+71)
  • Nordrhein-Westfalen: 431.799 (+2302), 8180 Todesfälle (+202)
  • Rheinland-Pfalz: 81.705 (+700), 1870 Todesfälle (+32)
  • Saarland: 22.605 (+200), 588 Todesfälle (+11)
  • Sachsen: 159.396 (+1946), 4405 Todesfälle (+127)
  • Sachsen-Anhalt: 39.557 (+849), 969 Todesfälle (+37)
  • Schleswig-Holstein: 29.235 (+408), 594 Todesfälle (+25)
  • Thüringen: 52.311 (+710), 1409 Todesfälle (+55)

Gesamt (Stand 12.01.2021, 20.55 Uhr): 1.948.704 (+14.986), 42.362 Todesfälle (+997)

Vortag (Stand 11.01.2021, 20.55 Uhr): 1.933.718 (+11.302), 41.365 Todesfälle (+480)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.570.000 (+ 24.500)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 336.342 (-10.511)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,99 (Vortag: 1,32)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5230 (-59)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3000 (-6)

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Coronavirus-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online

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