Impfstatus soll nach 6 Monaten ablaufen! So ermitteln Sie jetzt Ihren Booster-Termin

Der künftigte Bundeskanzler Olaf Scholz macht ernst: Wer sich sechs Monate nach der zweiten Impfung nicht boostern lässt, soll bald als Ungeimpfter gelten. Die Ständige Impfkommission hatte bereits eine Booster-Empfehlung für alle Menschen ab 18 Jahren ausgesprochen. FOCUS Online sagt, was das für Sie bedeutet und wie Sie Ihren Impftermin ermitteln können.

Der Ansturm auf Impfzentren und Arztpraxen ist jetzt schon groß – und könnte schon bald weiter zunehmen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, will Bundeskanzler Olaf Scholz den Impfungstatus nach sechs Monaten auslaufen lassen. Das könnte die Nachfrage nach der Drittimpfung noch weiter befeuern.

Immerhin: Die Apotheken sollen jetzt bei der Auffrischung mitmachen.

Die Ständige Impfkommission hatte bereits ihre Empfehlung für die Booster-Impfung auf alle Personengruppen ab 18 Jahren ausgeweitet.

Dritt-Impfung für alle Personen ab 18 Jahren

Wer den Status „vollständig geimpft“ vor sechs Monaten erhalten hat, soll sich die Auffrischimpfung holen, so die Empfehlung der Ständigen Impfkommission und auch der Vorschlag von Scholz. Wer sich nicht daran hält, gilt als ungeimpft.

Doch kann man sich auch vor Ablauf der sechs Monate impfen lassen? "Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden", heißt es in der Stiko-Empfehlung weiter.

Wie berechne ich meinen Booster-Termin?

FOCUS Online hat einen Rechner für Sie entwickelt. Er zeigt Ihnen an, wann Sie nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission frühestens die Auffrischimpfung erhalten können.

Um den Termin herauszufinden, sollten Sie Ihre Impf-Dokumente prüfen. Zwei Fragen sollten Sie sich stellen: Wann wurden Sie zuletzt geimpft und welcher Corona-Impfstoff wurde verabreicht?

Booster-Termin: Diese Regeln sollten Sie kennen

Durch die neue Empfehlung der Stiko gilt dann:

  • Wer mit einem mRNA-Impfstoff geimpft wurde, sollte die Booster-Impfung nach sechs Monaten erhalten. Dabei gilt: Personen unter 30 Jahre sollten dabei den Impfstoff von Comiraty von Biontech/Pfizer für die Auffrischung erhalten.
  • Für Personen, die zweimal mit AstraZeneca geimpft wurden, gilt ebenfalls wie bei mRNA-Impfstoffen die Empfehlung, mindestens sechs Monate abzuwarten. Auch hier gilt: Für unter 30-Jährige soll der Comiraty-Impfstoff von Biontech/Pfizer für die Auffrischung verwendet werden.
  • Bei einer Kreuzimpfung (AstraZeneca + mRNA-Impfstoff) gilt: Booster-Impfung frühestens nach sechs Monaten. Unter 30-Jährige sollen dabei den Comiraty-Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten.
  • Für alle Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, ist es wegen des geringen Impfschutzes empfohlen, bereits 4 Wochen nach der Impfung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Cormiraty von Biontech-Pfizer für unter 30-Jährige) zu erhalten.
  • Für ehemals Genesene, die eine Impfung erhalten haben und als "vollständig geimpft" gelten, empfiehlt die Ständische Impfkommission eine Wartezeit von sechs Monaten vor der Booster-Impfung. Wenn genesene Personen mit Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten Sie sich vier Wochen nach der Impfung den Booster holen.

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Kann ich mir den Booster auch früher holen?

Grundsätzlich gilt: Die Planung, Organisation und Durchführung der Corona-Impfung ist Sache der Bundesländer. Während Bayern allen Impfwilligen nach fünf Monaten die Auffrischungsimpfung anbietet, blickt Mecklenburg-Vorpommern genauer auf die Impfdokumente.

Wer zur Risikogruppe gehört und auch mindestens vor sechs Monaten seine jüngste Impfung erhalten hat, kommt in Mecklenburg-Vorpommern schneller dran als jemand, der erst vor fünf Monaten den Status "vollständig geimpft" erhalten hat. Ausnahme gilt für Impfwillige, die den Impfstoff von Janssen (Johnson & Johnson) erhalten haben.

FOCUS Online rät: Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie mit Ihrem Fach- und Hausarzt abklären, wann Sie die Booster-Impfung erhalten sollten. Auch im Impfzentrum können Sie Fragen zur Drittimpfung loswerden. Einige Bundesländer haben Sonderrufnummern eingerichtet. Einen Überblick liefern wir Ihnen hier:   Von Arzt bis Zelt – Ansturm auf Booster-Impfung – wie Sie jetzt an einen Termin kommen .

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