Fast 3800 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Intensivpatienten steigt stärker

Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Reihenweise reißen Städte die wichtige 50er-Marke – und die Neuinfektionen steigen immer weiter. Alles Wichtige zum Coronavirus finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Coronavirus-Krise in Deutschland und der Welt:

  • Tesla-Gründer Elon Musk: "Schweden lag richtig" (06.37 Uhr)
  • Wegen Erkrankung eines Probanden: US-Pharmakonzern Johnson & Johnson unterbricht Corona-Studie (04.55 Uhr)
  • Mann in den USA binnen anderthalb Monaten zwei Mal Corona-infiziert (02.38 Uhr)
  • Fast 3800 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Intensivpatienten steigt stärker (20.42 Uhr)

Beherbergungsverbot für Montgomery "völliger Unsinn" – stattdessen fordert er "Ausreisekontrollen"

08.14 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat das Beherbergungsverbot in vielen Bundesländern für Urlauber aus Corona-Risikogebieten heftig kritisiert. "Das halte ich für völligen Unsinn", sagte Montgomery am Dienstag im Deutschlandfunk. Zumal Arbeits-, Familien- und nicht touristische Besuche ja erlaubt seien. "Nun erklären sie dem Virus mal, was der Unterschied zwischen einem Touristen und einem Manager ist", sagte Montgomery.

Man müsse stattdessen dort ansetzen, wo die Infektionszahlen stark angestiegen seien. Es müsse eine "Ausreisekontrolle" bei Reisen aus diesen Risikogebieten geben. "Davor scheut sich aber die Politik und kommt jetzt mit allen möglichen absurden Vorschlägen." Montgomery wandte sich auch gegen den Vorschlag zweier Unions-Politiker, die Winterferien an den Schulen zu verlängern. "So ein Quatsch", sagte der Mediziner. Damit verunsichere man nur Schüler, Eltern und Lehrer.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch über die Corona-Lage beraten. Bereits am Montag hatten zahlreiche Politiker eine Rücknahme des uneinheitlichen Beherbergungsverbots gefordert.

Tesla-Gründer Elon Musk hält Schwedens Sonderweg in der Corona-Krise für den richtigen

06.37 Uhr: Tesla-Gründer Elon Musk hält den Sonderweg Schwedens in der Corona-Krise für den richtigen. Das schrieb der 49-Jährige auf Twitter. „Schweden lag richtig“, tweetete er. Dazu postete er eine Grafik mit dem Verlauf der neuen Todesopfer in Schweden.

Schwedens Sonderweg im Umgang mit dem Coronavirus sorgt regelmäßig für Diskussionen. Das Land verzichtet auf Restriktionen, die andere Regierungen ihrer Bevölkerung verschreiben. In erster Linie setzt Schweden bis heute auf freiwillige Maßnahmen. Flächendeckende Schulschließungen oder eine Maskenpflicht etwa gab es in Schweden bislang nicht.

Im Frühsommer sah es so aus, als wären die Schweden mit ihrem Weg gescheitert. Damals lagen dort Infektionszahlen und Todesrate zeitweise deutlich höher als in den Nachbarländern. Die erste Infektionswelle zwischen April und Juni traf das Land hart. Vor allem in den Pflegeheimen forderte die Pandemie überdurchschnittlich viele Opfer. dpa/Tobias Schwarz/AFP Pool/dpabild Elon Musk bei Vorstands-Klausur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Hier gibt Musk auf Twitter zu: „Ja, es war ein Fehler, Pflegeheime nicht genug zu schützen (passiert in vielen Ländern). Dennoch war es meiner Meinung nach richtig: Herdenimmunität für große Teile der Bevölkerung und Gefährdete schützen.“

RKI-Zahlen: Erneut über 4000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05.48 Uhr: Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4058 erstmals seit April die 4000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4721 neu nachgewiesene Fälle.

Wegen Erkrankung eines Probanden: US-Pharmakonzern Johnson & Johnson unterbricht Corona-Studie

04.55 Uhr: Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat seine Studie für einen künftigen Corona-Impfstoff wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden vorübergehend unterbrochen. Das teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) mit. Die Erkrankung des Studienteilnehmers werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten geprüft und bewertet. Weitere Informationen zu dem erkrankten Probanden gab es zunächst unter Hinweis auf seine Privatsphäre nicht.

Johnson & Johnson teilte zudem mit, es sei nicht immer sofort ersichtlich, ob ein Teilnehmer eine Studienbehandlung oder ein Plazebo erhalten habe. "Unerwünschte Ereignisse" wie Krankheiten oder Unfälle seien zu erwartende Bestandteile jeder klinischen Studie.

Am 23. September hatte das Unternehmen die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. In einer sogenannten Phase III-Studie mit bis zu 60 000 Freiwilligen auf drei Kontinenten sollten Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten namens JNJ-78436735 überprüft werden. Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Das Unternehmen hoffte, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs «für den Notfallgebrauch» zur Verfügung stehen.

TOP-NEWS: Mann in den USA binnen anderthalb Monaten zwei Mal Corona-infiziert

Dienstag, 13. Oktober, 02.38 Uhr: Ein Mann in den USA hat sich im Abstand von nur etwa anderthalb Monaten zwei Mal mit dem neuartigen Coronavirus infiziert – und der Verlauf seiner zweiten Infektion war schwerer als beim ersten Mal. Dies geht aus einer am Dienstag im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlichten Studie hervor. Demnach musste der 25-Jährige aus dem Bundesstaat Nevada nach seiner zweiten Ansteckung ins Krankenhaus eingeliefert und beatmet werden.

Der Mann infizierte sich der Studie zufolge mit zwei unterschiedlichen Varianten des Virus Sars-CoV-2. In der Untersuchung werden weltweit noch vier weitere Fälle genannt, in denen sich bereits mit dem Coronavirus infizierte Menschen ein zweites Mal ansteckten. Diese Fälle wurden in Belgien, den Niederlanden, Hongkong und Ecuador festgestellt.

Es sei noch ungeklärt, wie lange die Immunität nach einer ersten Infektion mit dem neuartigen Virus andauere, erläuterte der Hauptautor der Studie, Mark Pandori. Doch zeige die Untersuchung, dass eine vorherige Infektion nicht unbedingt vor einer nochmaligen Ansteckung schützt. Dies bedeute, dass positiv Getestete "weiterhin Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sollten", darunter die physische Distanz zu anderen Menschen, das Tragen von Atemschutzmasken und das regelmäßige Händewaschen.

Tschechien untersagt Versammlungen mit mehr als sechs Menschen

22.38 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie greift Tschechien zu härteren Maßnahmen. Von Mittwoch an werden Versammlungen mit mehr als sechs Menschen verboten, wie Gesundheitsminister Roman Prymula am Montagabend bekanntgab. Restaurants, Bars und Klubs müssen dann bis auf weiteres schließen. Der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wird untersagt. Alle Schulen müssen bis Anfang November für knapp drei Wochen zum Fernunterricht übergehen. Die Maskenpflicht gilt nicht mehr nur in Innenräumen, sondern auch an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Geschäfte bleiben geöffnet.

"Wir haben nur einen Versuch, der erfolgreich sein muss, damit wir als Nation diese Pandemie beherrschen", sagte Regierungschef Andrej Babis. Tschechien verzeichnet einen starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen. Im Schnitt steckten sich nach Angaben der EU-Agentur ECDC binnen 14 Tagen 493,1 Menschen je 100 000 Einwohner an – der höchste Wert innerhalb der EU. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie überstieg am Montag erstmals die 1000er-Marke. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben 1045 Menschen, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging.

TOP-NEWS: Fast 3800 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Intensivpatienten steigt stärker

20.42 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 327.482 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Montag lag die Zahl der Neuinfektionen damit bei 3788. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Bayern am Sonntag sowie Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern am gesamten Wochenende keine neuen Zahlen veröffentlicht haben. Am stärksten ist der Anstieg bei den Neuinfektionen erneut in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden am Montag 802 neue Corona-Fälle gezählt.

Bislang sind in Deutschland 9590 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut liegt die Zahl der Genesenen bei 276.900. Somit sind rund 41.000 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert fiel am Montag leicht, von 1,40 auf 1,29. Zugenommen hat hingegen die Zahl der von Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten (+43 auf 590). Am Sonntag lag der Anstieg hier noch bei 15.

18.22 Uhr: Düsseldorf hat die wichtige Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Am Montag sei ein Wert von 54,8 erreicht worden, teilte die Stadt mit.

18.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. "Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute 12. 10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können", sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. "Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben".

Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatten bereits im September die Prognose abgegeben, dass Impfstoffe für erste Bevölkerungsgruppen in den ersten Monaten des nächsten Jahres, für die breite Masse der Bevölkerung allerdings vermutlich erst Mitte kommenden Jahres bereitstehen werden. Zunächst sollen Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen. Spahn betonte am Montag erneut, dass es sich bei Impfungen gegen Corona um freiwillige Impfungen handeln werde.

Busfahrer fordert Schüler auf Masken abzulegen – jetzt wird gegen ihn ermittelt

17.51 Uhr: Die Polizei ermittelt gegen einen Busfahrer, der Schüler im Kreis Sömmerda in Thüringen aufgefordert hatte, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Die Ermittlungen gegen den 38-Jährigen liefen wegen Nötigung, sagte eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage. Der Mann hatte Ende September ein Video in einem Schulbus auf der Fahrt nach Kölleda gedreht und im Internet hochgeladen.

Darauf ist zu hören, wie er die Kinder aufforderte, ihre Masken abzulegen und so ein "bundesweites Zeichen" zu setzen. Der Mann behauptete, dass zwei Kinder durch das Tragen einer Maske gestorben seien.

Die Diskussion um die Gefahr des Kindeswohles durch Tragen von Masken wurde durch mehrere Falschmeldungen in sozialen Netzwerken entfacht. Experten zufolge ist es aber ausgeschlossen, dass ein gesundes Kind allein durch den Gebrauch einer Alltagsmaske umkommt.

Über den Fall des Busfahrers hatte zuvor die "Thüringer Allgemeine" berichtet. Die Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda erklärte indes, dass sie sich von dem Fahrer wegen "einiger Ungereimtheiten" getrennt habe. Es sei einfach unmöglich, wenn Erwachsene die Kinder in Zwiespalt brächten, teilte das Unternehmen mit. Der betreffende Fahrer sei erst im September eingestellt worden.

Neue Antigentests liefern Corona-Diagnosen in 15 Minuten – und das ohne Labor

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TOP-NEWS: Rheinland-Pfalz verzichtet vorerst auf Beherbergungsverbot

17.28 Uhr: Wegen des anhaltenden Streits um das Beherbergungsverbot verzichtet Rheinland-Pfalz vorerst auf die geplante Einführung dieser Regelung. Das Beherbergungsverbot werde nicht wie geplant am Dienstag in Kraft treten, weil die bundesweite Debatte „extrem virulent“ sei, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz nach einem Treffen mit Kommunalverbänden.

Die Rückmeldungen etwa von den Hoteliers seien „verheerend“. „Solange diese Debatte nicht zu Ende geführt ist, werden wir diese Regelung auch nicht anwenden“, betonte Dreyer, die eine bundeseinheitliche Maßnahme für die beste Lösung hielte. Sie werde das Thema am Mittwoch in die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einbringen. dpa/Andreas Arnold/dpa Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

In den meisten Bundesländern gilt die Regel, dass Menschen aus Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 binnen einer Woche nur in einem Hotel beherbergt werden können, wenn sie einen aktuellen Corona-Test mit negativem Ergebnis vorweisen können. Dies wird vielfach als unverhältnismäßig kritisiert, zudem wird die Inanspruchnahme von Testkapazitäten moniert.

Bei den Beratungen mit Merkel will sich Dreyer außerdem für eine weitere Begrenzung bei privaten Feiern einsetzen. Die Ursache der vielerorts steigenden Corona-Zahlen seien in der Regel bei privaten Feiern zu suchen. Daher wäre es „ein echtes Signal“, wenn die Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern nochmals reduziert würden – auf 25 oder weniger, sagte Dreyer.

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16.47 Uhr: Vier Landkreise und das Land Berlin kamen zuletzt mit der Verfolgung von Kontakten von Corona-Infizierten nicht mehr hinterher. Das geht aus einem vertraulichen Regierungspapier zur Infektionslage in Deutschland hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Das Papier ist auf den Montag datiert, die Angaben zur Überlastung geben allerdings den Stand vom 6. Oktober wieder. „Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen absehbar nicht mehr sichergestellt“ steht zur Erläuterung auf einer Karte, in der die betroffenen Kreise und das Land Berlin markiert sind.

Unterstützungsbedarf meldeten demnach der schleswig-holsteinische Landkreis Pinneberg an, das Land Berlin, der Lahn-Dill-Kreis und der Kreis Offenbach in Hessen sowie der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. In allen Fällen gab es demnach Engpässe bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, in Berlin zusätzlich unter anderem auch bei der Betreuung und Überwachung von Menschen in Quarantäne und der Entnahme von Abstrichen für Tests. Als Reaktion sollte das Robert-Koch-Institut Mitarbeiter in Berliner Behörden entsenden, der Lahn-Dill-Kreis leitete die Suche nach zusätzlichen Mitarbeitern ein.

Nach mehreren Corona-Fällen: Rund 300 Berliner Polizisten in Quarantäne

16.11 Uhr: Nach Bekanntwerden mehrerer Corona-Infektionen bei der Berliner Polizei befinden sich 299 Beamte in Quarantäne. Das teilte die Gewerkschaft der Polizei Berlin am Montag auf Twitter mit. 28 Beamte haben sich nach Polizeiangaben infiziert, weitere 271 befinden sich in Quarantäne.

Corona-Alarm im Vatikan: Vier Schweizergardisten positiv getestet

15.23 Uhr: Im Vatikan herrscht Corona-Alarm: Vier Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und haben Symptome. Das bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus (83) und seine Residenz. Außerdem habe es "in den letzten Wochen" drei andere Corona-Fälle in dem kleinen Kirchenstaat gegeben.

Die vier infizierten Wachleute seien isoliert worden, schrieb der Sprecher. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen liefen, nachdem die Fälle am Wochenende aufgefallen seien.

Wie die Nachrichtenagentur Ansa zuvor unter Berufung auf den Schweizer Sender SRF berichtet hatte, wurden die Anti-Corona-Vorkehrungen im Vatikan in einer Anweisung verschärft. Die Quartiere würden strenger als bisher abgeschottet. Bruni teilte mit, dass "alle Wachen, ob im Dienst oder nicht", inzwischen drinnen und draußen Schutzmasken tragen müssten. Gregorio Borgia/AP/dpa Rekruten der Schweizergarde am 04. Oktober im Vatikan

Die katholische Medienplattform "Vatican News" hatte Anfang Oktober berichtet, dass die Gardisten wegen Corona zur "Vorsicht im Umgang mit dem Papst" aufgefordert seien. Mundschutz und Abstand seien geboten. Allerdings erzählte ein junger Mann, der zu seiner Rekrutenvereidigung (4. Oktober) interviewt wurde, dass Franziskus ihm auch schon die Hand gedrückt habe.

Im Vatikan, wo weniger als 1000 Menschen leben, hatte es bei Kirchenmännern und Mitarbeitern in den vergangenen Monaten mehrfach einige Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen gegeben. Die Schweizergarde ist jedoch sehr nah am Oberhaupt der katholischen Kirche dran.

Innenministerium schließt neue Corona-Grenzkontrollen nicht aus

15.20 Uhr: Angesichts steigender Coronavirus-Fallzahlen in Deutschlands Nachbarländern schließt das Bundesinnenministerium auch erneute Grenzkontrollen nicht aus – möchte sie aber vermeiden. Man beobachte in angrenzenden Ländern teils eine "sehr starke Steigerung" der Fälle, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. Dies fließe ein in Überlegungen zu Quarantäne-Regelungen und zum Testregime. Er betonte aber: "Wir versuchen, mit diesen Maßnahmen das Notwendige sicherzustellen ohne über andere Maßnahmen an den Grenzen nachdenken zu müssen."

Zu Beginn der Pandemie hatten die Bundesrepublik und andere europäische Länder vorübergehend Kontrollen und andere Beschränkungen an den Binnengrenzen eingeführt. Dadurch war es mitunter zu langen Staus gekommen, der Warenverkehr war unterbrochen. Auch Arbeitnehmer hatten Probleme. Eigentlich gibt es im Schengenraum, dem 26 europäische Länder angehören, keine stationären Grenzkontrollen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte seither mehrfach, dass er erneute Grenzkontrollen zu Nachbarländern vermeiden wolle.

Ab Mittwoch: München führt Alkoholverbot ein

13.49 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen in München schränkt die Stadtverwaltung nun den Alkoholkonsum ein. Ab Mittwoch darf in Wirtshäusern und anderen Gaststätten nach 22.00 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden, wie das Rathaus nach einer Krisensitzung der Stadtspitze am Montag mitteilte. Am nächsten Wochenende gilt an mehreren bekannten Treffpunkten auch wieder ein abendliches Freiluft-Trinkverbot. In der Innenstadt müssen Fußgänger auf dem Marienplatz, am Stachus und einigen weiteren Örtlichkeiten wieder Masken tragen. Private Treffen sind noch zu maximal fünft erlaubt. Das soll bis zum 27. Oktober gelten. dpa/Peter Kneffel/dpa Passanten gehen über den Marienplatz in der Münchner Innenstadt. Hintergrund sind die Zwillingstürmen der Frauenkirche (l) und das Neue Rathaus (r) zu sehen.

Die Landeshauptstadt hat laut Robert Koch-Institut den als kritisch geltenden Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten, ebenso der Landkreis Fürstenfeldbruck im Westen Münchens, der Landkreis Regen im Bayerischen Wald sowie Memmingen und Rosenheim. Im Landkreis Fürstenfeldbruck müssen alle Schüler ab der fünften Klasse nun wieder Masken im Unterricht tragen. Das hatte das Landratsamt in einer Allgemeinverfügung angeordnete, die seit Samstag gilt.

„Die Corona-Erklärer“: Alle Serien-Teile im Überblick


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