4369 Neuinfektionen und 62 Todesfälle – Inzidenz in Deutschland steigt weiter

4369 Neuinfektionen – Inzidenz in Deutschland steigt weiter

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz  bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland ist weiter angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Montag mit 61,0 an. Die Inzidenz stieg damit den dritten Tag in Folge, nachdem sie über Wochen hinweg rückläufig gewesen war. Am Sonntag hatte der Wert bei 60,2 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für Bund und Länder bei der Verhängung oder Lockerung von Restriktionen. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gab das RKI am Montag mit 4369 an. Das war leicht niedriger als am Montag vor einer Woche, als die Zahl bei 4426 gelegen hatte. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs laut den jüngsten RKI-Angaben auf 2.390.928.

Wie das Institut ferner unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 62 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 67.903. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,198 Millionen.  Montags und sonntags fallen die Corona-Zahlen in der Regel niedriger aus als an anderen Wochentagen, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.

Corona-Beschränkungen in Neuseeland enden

In Neuseelands größter Stadt Auckland enden die kürzlich wieder eingeführten Corona-Einschränkungen. Der Lockdown solle um Mitternacht Ortszeit (Montag 12.00 MEZ) aufgehoben werden, teilte Premierministerin Jacinda Ardern am Montag mit. Wegen drei Neuinfektionen war in Auckland ein dreitägiger Lockdown verhängt worden. Außerdem hatte Ardern eine landesweite Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz angeordnet. Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang gut durch die Pandemie gekommen. In dem Inselstaat im Südpazifik mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es nur 2001 Fälle und 26 Tote. Am Montag wurde ein neuer Fall gemeldet. Der Patient sei seit Freitag in Quarantäne, teilte das Gesundheitsministerium mit. In der vorigen Wochen begannen in Neuseeland die Impfungen.

Corona-Impfkampagne in Australien gestartet

In Australien hat die Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. In Fernsehbildern war zu sehen, wie am Montag in den Millionenmetropolen Sydney und Melbourne die ersten Spritzen mit dem Vakzin der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und von Quarantäne-Einrichtungen verabreicht wurden.  Am Sonntag war bereits Premierminister Scott Morrison öffentlich geimpft worden _ die Impfaktion mit dem Regierungschef sollte unterstreichen, dass der Impfstoff sicher ist. In Australien gibt es eine lautstarke Minderheit, die gegen die Impfungen wegen angeblicher Gesundheitsrisiken Front macht. In dieser Woche sollen 60.000 Menschen in Australien geimpft werden. Zu der ersten Gruppe in der Impfreihenfolge gehören neben Mitarbeitern des Gesundheitswesens und von als Quarantänestationen genutzten Hotels auch Polizisten sowie die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Die Impfkampagne soll im Oktober abgeschlossen sein.

Virenforschung


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Premier Johnson will Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown vorstellen

Der britische Premierminister Boris Johnson will am Montag einen Plan für das Ende des wochenlangen Corona-Lockdowns in England vorstellen. Johnson hat einen "vorsichtigen, aber unwiderrufbaren" Ausstieg angekündigt. Bereits bekannt ist, dass Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen vom 8. März an wieder Besuche eines ausgewählten Verwandten oder Freundes empfangen dürfen. Erwartet wird, dass zum selben Termin die Schulen öffnen sollen. Zudem könnten zunächst Treffen zweier Haushalte im Freien sowie Outdoor-Aktivitäten wie Golf oder Tennis möglich sein. "Unsere Priorität ist es immer gewesen, Kinder zurück in die Schule zu bringen, da dies entscheidend für ihre Bildung und ihre mentale und körperliche Gesundheit ist", sagte Johnson laut einer Mitteilung. "Wir werden außerdem Wege schaffen, in denen Menschen sich sicher mit ihren Lieben treffen können." Für Einzelhandel und Gastronomie dürfte es noch länger dauern, bis sie wieder öffenen dürfen. Alle weiteren Lockerungsschritte sollen abhängig sein vom erfolgreichen weiteren Fortschritt der Impfungen, einer überschaubaren Infektionslage sowie davon, dass sich gefährliche Corona-Varianten nicht weiter ausbreite.

Weltärztepräsident warnt vor Lockerung von Corona-Auflagen in Deutschland

Angesichts der wieder gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor weiteren Lockerungen der Restriktionen gewarnt. Wer in Zeiten steigender Reproduktionswerte des Coronavirus über Lockerungen spreche, handele "absolut unverantwortlich", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Bei jeder Lockerung werde es einen "deutlichen Anstieg der Zahlen" geben.  Sowohl die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz als auch der Reproduktionswert waren in Deutschland zuletzt wieder gestiegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Der R-Wert beschreibt, wieviele andere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Wenn der R-Wert auf einen Wert von mehr als 1,0 steigt, was zuletzt wieder der Fall war, nimmt die Zahl der täglichen Neuinfektionen zu. Montgomery erläuterte, bei einem R-Wert klar über 1,0 drohe bei der Ausbreitung des Virus wieder "exponentielles Wachstum": "Und genau das ist jetzt der Fall." Das Virus habe mit seinen Mutationen eine neue Stufe erreicht. Es sei nicht nur ansteckender, sondern führe wahrscheinlich auch zu schwereren Krankheitsverläufen.  

NRW will bessere soziale Absicherung für Künstler

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Nordrhein-Westfalen eine bundesweit bessere soziale Absicherung von Künstlern vorantreiben. Gerade die freischaffenden Künstler hätten keine großen Rücklagen, sagte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Das werde auch bei der Frühjahrstagung der Kulturminister ein Thema sein. Die Kulturminister der Länder arbeiteten unter Federführung von NRW derzeit an Lösungen. "Das geht nicht von heute auf morgen, deshalb sind die Corona-Hilfsprogramme vorerst unverzichtbar", sagte die Ministerin. "Aber für mich steht fest: Es darf nicht noch einmal passieren, dass Künstlerinnen und Künstler urplötzlich vor dem Nichts stehen."

"Lockdown light"


Die Stigmatisierung von Gastro und Kultur ist eine Bankrotterklärung der Corona-Politik

Es gebe Künstler, die aktuell an der Kasse im Supermarkt oder bei der Infektionsnachverfolgung im Gesundheitsamt arbeiteten, um über die Runden zu kommen und um zu helfen. "Mir haben Künstler berichtet, dass sie deshalb aus der Künstlersozialkasse rausgeflogen sind. Das ist natürlich ein absolutes Unding", so Pfeiffer-Poensgen. Es müsse möglich sein, im Sozialversicherungsrecht Lösungen für eine bessere Absicherung zu finden.

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