1870 Neuinfektionen in Deutschland – Betrug mit Corona-Soforthilfen: Ermittlungen in 10.000 Fällen

Das Coronavirus breitet sich in Europa wieder stark aus – besonders Frankreich und Spanien sind stark betroffen. In Deutschland bilden sich immer neue Infektionsherde. In München wurde nun eine wichtige Obergrenze überschritten. Die Länder melden mehr als 2000 Neu-Infektionen. Alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt im News-Ticker.

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Topmeldungen zur Corona-Pandemie: In Italien schnellen Neu-Infektionen in die Höhe (07.15 Uhr) +++ Nun steigen in Frankreich auch die Totenzahlen (07.14 Uhr) +++ Trump kündigt Impfung für alle Amerikaner bis April an (22.48 Uhr) +++ 2219 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert wieder deutlich über 1 (19.46 Uhr) +++

Polizei löst illegale Party in Berlin auf – Situation eskaliert

10.41 Uhr: Hunderte Jugendliche sollen einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge im Berliner James-Simon-Park gefeiert haben, ohne sich an die Corona-Schutzmaßnahmen zu halten. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei die Polizei dann mit einem Großaufgebot angerückt, um die illegale Veranstaltung zu beenden. Als die Beamten das Gelände geräumt hätten, sei es zu Ausschreitungen gekommen – unter anderem Flaschen hätten die Jugendlichen auf die Polizisten geworfen. Mehrere Randalierer seien festgenommen worden.

Impfstoff-Verteilung soll bis Ende Oktober geregelt werden

10.21 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Verteilung künftiger Corona-Impfstoffe in Deutschland laut einem Medienbericht bis Ende Oktober regeln. Dazu sollten Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise. Die Expertengruppe soll neben Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut auch Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Mitglieder des deutschen Ethikrates umfassen. 

Begründet werde der Schritt damit, dass die Frage der Verteilung angesichts zunächst knapper Impfdosen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische und sozialpolitische Dimension habe, heißt es in dem Bericht. Das Verteilungskonzept soll im Detail festgelegt werden, wenn ein konkreter Impfstoff zugelassen ist und dessen möglicherweise spezifische Wirkung bei einzelnen Bevölkerungsgruppen bekannt ist. dpa/Markus Schreiber/AP POOL/dpabild Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Strenge Hygiene-Regeln beim Bundesparteitag der FDP

10.09 Uhr: Strenge Hygiene-Regeln beim Bundesparteitag der FDP in Berlin. An Delegierte wie Journalisten gibt es eine Mahnung: "Die beim Check-in zugewiesenen Einzelsitzplätze dürfen nicht verändert werden". Andere Parteien, so hieß es schon im Vorfeld des Großtreffens wollten von der FDP und ihren Erfahrungen lernen. An vielen Ecken in der Halle gibt es "Tankstellen" für Desinfektionsmittel. Bänder, die einen Warnton abgeben, sobald der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird, sind hier allerdings nicht zu sehen. Mit dieser Schutzmaßnahme plant die CDU ihren Parteitag für Dezember.

Trotz 50er-Marke in München keine neuen Maßnahmen: "Da müsste der Wert schon deutlicher steigen"

09.33 Uhr: Die Stadt München lässt sich mit der Reaktion auf den überschrittenen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohnern voraussichtlich Zeit. Zwar soll sich am Montag ein Krisenstab treffen, doch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Ich glaube nicht, dass wir weitergehende Maßnahmen schon am Montag treffen werden. Sondern da müsste schon der Wert entweder deutlicher steigen oder über längere Zeit über 50 bleiben. Das werden wir erst Mitte der nächsten Woche, Ende der nächsten Woche sehen." Dann würden die nächsten Entscheidungen getroffen. dpa/Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Eine Virologin untersucht Proben auf das Coronavirus.

München hatte am Freitag mit 50,7 den Grenzwert überschritten, ab dem verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen sind. Bereits verlängert hat München allerdings die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen.

Corona-Fälle an bayerischer Schule

09.12 Uhr: An einer Schule in der bayerischen Gemeinde Grünwald gibt es mindestens 5 Corona-Fälle. 120 Kontaktpersonen müssen nun in häusliche Quarantäne. Weitere Testergebnisse sollen am Montag vorliegen.

TOP-NEWS: In Italien schnellen Neu-Infektionen in die Höhe

07.15 Uhr: Auch in anderen europäischen Ländern bereitet der Wiederanstieg der Infektionszahlen Sorgen. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sagte am Freitag, er habe schon seit einigen Wochen vor einer zweiten Welle gewarnt "und jetzt sehen wir sie auf uns zukommen".

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: "Wir wollen einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet." Er verwies darauf, dass sich die Zahl Covid-19-Patienten in britischen Krankenhäusern derzeit alle acht Tage verdoppele. 

In großen Teilen von Nordostengland wurden am Freitag bereits neue Kontaktbeschränkungen verhängt. Die Regeln sollen am Dienstag auf Liverpool und weitere Gebiete in Nordwest- und Mittelengland ausgedehnt werden. Großbritannien ist mit 42.000 Corona-Toten das Land mit den meisten Todesopfern in Europa. 

In Italien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf über 1900 und damit auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Rom vermeldete am Freitag 1907 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Zuletzt hatte es am 1. Mai mit 1965 Fällen höhere Zahlen bei den Neuinfektionen gegeben. Am Freitag kamen zehn neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu. Seit Beginn der Pandemie zählt Italien insgesamt 294 932 Infizierte und 35 668 Todesfälle nach einer Infektion. Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUM Rom: Passagiere erhalten am Flughafen Rom-Fiumicino die Ergebnisse ihrer Corona-Schnelltests.

Die Infiziertenzahlen sind in Italien laut Ministerium in den letzten sechs Wochen im Durchschnitt kontinuierlich gestiegen, auch wenn das Land derzeit nicht so hohe Fallzahlen wie beispielsweise Spanien oder Frankreich verzeichnet. In Italien, das im Februar besonders heftig von der Pandemie getroffen worden war, wächst dennoch die Angst vor unkontrolliert steigenden Zahlen. Dazu trägt auch die Wiedereröffnung der Schulen am vergangenen Montag nach sechs Monaten Pause bei.

Die griechische Regierung kündigte an, wegen steigender Fallzahlen besonders in der Region Athen erneut Kinos und Konzertsäle zu schließen. Außerdem sollen die Menschen wieder vermehrt im Homeoffice arbeiten.

Nun steigen in Frankreich auch die Totenzahlen

07.14 Uhr: Erstmals seit Ende der strikten Ausgangssperre im Mai nimmt auch die Zahl der Todesfälle wieder zu, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Die Behörden meldeten am Freitagabend 123 neue Corona-Todesfälle in 24 Stunden. Damit starben an einem Tag fast so viele Menschen wie in der gesamten Vorwoche (129). Insgesamt sind in Frankreich seit März mehr als 31.240 Corona-Infizierte gestorben.

Nachdem sich in den vergangenen Woche vor allem junge Leute infiziert haben, sind die Behörden nun wegen steigender Infektionszahlen auch bei älteren Menschen über 75 Jahren alarmiert. Auch die Zahl der Patienten, die in Krankenhäusern und auf Intensivstationen behandelt werden müssen, nimmt wieder zu. Georges Gobet/AFP POOL/dpa Französischer Präsident Macron

In dieser Woche wurden bereits 68 Infektionsherde in Altenheime gemeldet – fast doppelt so viele wie in der vergangenen Woche. In Roanne im Südosten Frankreichs infizierten sich nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde dutzende Bewohner eines Altenheims. Seit einem ersten positiven Corona-Test in dem Heim in der vergangenen Woche gab es bereits sechs Todesfälle.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages hat in Frankreich einen neuen Höchststand erreicht: Die Gesundheitsbehörden meldeten am Freitagabend mehr als 13.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Dies ist die höchste Zahl in dem Land seit dem Beginn der Pandemie. Nach Marseille und Bordeaux verschärften am Freitag auch Paris, Nizza und Toulouse ihre Corona-Maßnahmen.

Frankreichs Wirtschaftsminister mit Corona infiziert

Samstag, 07.05 Uhr: Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe sich umgehend gemäß der Gesundheitsvorschriften in häusliche Isolation begeben. Er habe keine Symptome, teilte er am Freitagabend via Twitter mit. Er werde siebe Tage in Quarantäne bleiben und weiterhin seine Pflichten erfüllen. Ludovic Marin/POOL AFP/AP/dpa

Der 51-jährige Politiker ist nicht das erste Regierungsmitglied in Frankreich, das sich mit dem Virus angesteckt hat. Gleich zu Beginn der Pandemie im März wurde der ehemalige Kulturminister und aktuelle beigeordnete Minister für Außenhandel, Franck Riester, positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Trump kündigt Impfung für alle Amerikaner bis April an

22.48 Uhr: US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass bis April genug Corona-Impfstoff "für alle Amerikaner" produziert werden kann. Trump sagte am Freitag vor Journalisten in Washington, unmittelbar nach der Zulassung eines Impfstoffs könnten bis zum Ende des Jahres bereits "mindestens 100 Millionen Dosen" produziert werden. Bis April 2021 werde dann genug Impfstoff zur Verfügung stehen, um alle 330 Millionen US-Bürger zu impfen.

Die USA sind mit 198.000 Toten das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Ein wirksamer Impfstoff gilt als sicherstes Mittel, die Pandemie zu beenden. Weltweit wird deshalb mit Hochdruck daran geforscht.

Trump steht wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus in den USA stark in der Kritik. In den Umfragen zur Präsidentschaftswahl am 3. November liegt er hinter seinem Herausforderer Joe Biden. Die oppositionellen Demokraten äußerten deshalb bereits die Befürchtung, Trump übe massiven Druck auf Forscher und Gesundheitsbehörden aus, damit möglichst bald ein Impfstoff zugelassen wird.

Trump hatte in den vergangenen Tagen immer wieder gesagt, dass er bereits in den kommenden Wochen mit einem Corona-Impfstoff rechnet. Am Dienstag sagte er im Fernsehsender ABC News, er erwarte einen Impfstoff in drei bis vier Wochen. Am Mittwoch sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, mit den Impfungen könne "irgendwann im Oktober" oder kurz danach begonnen werden.  Evan Vucci/AP/dpa

Mit seinen Äußerungen widersprach Trump Aussagen des Chefs der US-Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield. Redfield hatte am Mittwoch in einer Kongressanhörung gesagt, erste Impfungen könnten gegen Jahresende starten, allerdings nur beschränkt auf kleine Bevölkerungsgruppen wie etwa Gesundheitspersonal. Voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres könnten die Impfungen der allgemeinen Bevölkerung beginnen.

Slowakei: Corona-Testdaten von 400.000 Menschen geraten ungesichert ins Internet

21.42 Uhr: Wegen eines Datenlecks im staatlichen Gesundheitssystem sind persönliche Daten von nahezu 400.000 auf das Coronavirus getesteten slowakischen Bürgern ungesichert ins Internet geraten. Das bestätigte das Nationale Zentrum für Gesundheitsinformationen NCZI am Freitag. Das Leck sei aber inzwischen repariert worden, erklärte NCZI-Chef Peter Bielik vor Journalisten. Auf den Fehler hatte eine Gruppe sogenannter ethischer Hacker aufmerksam gemacht.

"Wir hatten gar nicht die Absicht gehabt, nach den Daten zu suchen, es war reiner Zufall, dass wir auf sie bei einer einfachen Google-Suche im Internet gestoßen sind", erklärte IT-Spezialist Pavol Luptak dem Nachrichtenportal Pravda.sk bereits am Donnerstag. Es seien überhaupt keine speziellen Hackerkenntnisse notwendig gewesen, um an die Daten zu gelangen.

Er und seine Kollegen hätten probeweise die Datensätze von 130.000 Patienten heruntergeladen und dann die Behörde auf das Leck aufmerksam gemacht. Die Daten – unter anderem Namen, Geburtsdaten, Adressen, Testergebnisse, Krankheitsverläufe und andere Labordaten – wollten sie wieder löschen. Die Öffentlichkeit sei erst informiert worden, nachdem die Behörde das Datenleck geschlossen hätte, sagte Luptak.

Corona-Krise in Frankreich verschärft sich weiter: 13.000 Neuinfektionen an einem Tag

20.51 Uhr: Rund 13.200 Neuinfektionen meldete Frankreich am Freitag – so viele wie noch nie zuvor. Genau 13.215 neue bestätigte Fälle waren es. 49 Personen sind außerdem an oder mit Covid-19 gestorben. Frankreich ist damit mittendrin in der Hochphase der Pandemie. Mittlerweile werden etwa eine Millionen Menschen pro Woche getestet.

In Lyon und Nizza soll es striktere Regeln geben. In beiden Städten lag die Inzidenz pro 100.000 Einwohnern zuletzt besonders hoch – in Lyon bei fast 200. Nachdem zunächst Marseille und Bordeaux die Corona-Maßnahmen verschärft hatten, reagieren nun auch Paris, Nizza und Toulouse. Die Gesundheitsbehörden riefen die Pariser am Freitag dazu auf, auf private Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen, also auf Geburtstagsfeiern und Treffen mit Familie und Freunden, künftig zu verzichten. Auch im öffentlichen Raum sollen Feste und Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern vermieden oder vorher bei den Behörden angemeldet werden. Uncredited/AP/dpa Marseille: Bereitschaftspolizisten passen auf, dass Passanten ihre Mundschutzmasken tragen.

Die Pariser Universität Sciences Po schloss unterdessen für zwei Wochen ihren Campus, nachdem dutzende Studenten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Nur eine Woche nach Semesterbeginn gibt es ab Montag nun wieder Online-Lehrveranstaltungen. Auch die Mittelmeerstadt Nizza verschärfte ihre Corona-Vorschriften. Großveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern sind in der Stadt an der Côte d'Azur künftig ebenso untersagt wie private Treffen von mehr als zehn Menschen am Strand oder in Parks, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Zudem ist der Alkoholausschank ab 20.00 Uhr verboten. Bars müssen um 00.30 Uhr schließen.

Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen in großen Städten

20.33 Uhr: In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1.00 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien.

Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.  

In den Niederlanden zeichnet sich nach Einschätzung der Regierung eine zweite Corona-Welle ab. Das werde durch zunehmende Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 deutlich, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. In den Krankenhäusern sei die zweite Welle noch nicht angekommen. «Wir müssen gemeinsam verhindern, dass es so weit kommt.» Zuvor hatten die Behörden beinahe 2000 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – die bislang höchste Zahl.  

Ministerpräsident Mark Rutte rief die Niederländer auf, grundlegende Schutzmaßnahmen nicht zu missachten. Mahnend verwies er auf die Situation im Frühjahr, als die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten die Kapazitäten der niederländischen Intensivstationen deutlich überstieg. Das Virus habe seitdem nur zurückgedrängt werden können, weil die Mehrheit der Bevölkerung Schutzmaßnahmen akzeptierte. «Das Gefühl für diese Notwendigkeiten muss zurückkehren.» 

TOP-NEWS: 2219 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert wieder deutlich über 1

19.46 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 2219 Fälle auf insgesamt 268.949 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen machte damit dennoch nochmal einen Sprung, am Tag zuvor waren es 2094 gemeldete Fälle gewesen. Berlin meldete mit 186 Neuinfektionen so viele wie seit April nicht mehr.

Zwölf neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, neun mehr als noch am Tag zuvor, allein NRW sind fünf neue Todesfälle verzeichnet worden. Insgesamt kamen in Deutschland 9355 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 807 Personen und liegt nun bei 20.894. Im Vergleich zum Vortag kommt das einem leichten Anstieg gleich, am Donnerstag waren es noch 791 aktive Fälle mehr gewesen. dpa/Uwe Anspach/dpa Zwei Mitarbeiterinnen im Labor einer mobilen Corona-Teststation in Mannheim.

Der R-Wert, zu dem am Vortag bis 20.15 Uhr kein aktueller Bericht des Robert-Koch-Instituts vorlag, lag am Freitag bei 1,16. Zwei Tage zuvor, am Mittwoch, war der R-Wert auf 1,00 gesunken und hatte damit genau die kritische Grenze von 1 erreicht. Nun steigt er wieder. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Die Zahl der durch Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten lag am Freitag bei 245. 136 Patienten werden aktuell invasiv beatmet. Das geht aus dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 46.771 (+351) / 1871 Todesfälle (+2)
  • Bayern: 64.153 (+535) / 2646 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.918 (+186) / 227 (+0)
  • Brandenburg: 4097 (+19) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2192 (+15) / 59 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 7074 (+65) / 239 Todesfälle (+1)
  • Hessen: 17.342 (+109) / 543 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1105 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 18.622 (+194) / 669 Todesfälle (+2)
  • Nordrhein-Westfalen: 64.083 (+519) / 1842 Todesfälle (+5)
  • Rheinland-Pfalz: 10.013 (+60) / 247 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3267 (+11) / 176 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6608 (+38) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2423 (+40) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4383 (+34) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3898 (+33) / 189 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 18.09.2020, 19.48 Uhr): 268.949 (9355 Todesfälle)

Vortag (Stand 17.09.2020, 20.15 Uhr): 266.730 (9343 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 238.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 20.894 (+807)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,16 (Vortag: Lag nicht vor)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 245

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 136

TOP-NEWS: Karneval 2021 nur unter großen Einschränkungen möglich – Straßenkarneval weitgehend abgesagt

18.59 Uhr: Der Karneval 2021 in Nordrhein-Westfalen wird extrem eingeschränkt, aber nicht komplett abgesagt. Das verkündete die NRW-Landesregierung am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz. Karnevalistische Kulturveranstaltungen sollen demnach unter strengen Auflagen möglich sein. Straßenkarneval sei jedoch kaum möglich und wegen der Corona-Schutzauflagen nicht durchführbar. Auch der Sitzungskarneval in NRW soll für die kommende Session abgesagt werden. Das sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, der gemeinsam mit einem Vertreter der Landesregierung die Vereinbarungen bekanntgab. Für die Karnevalisten stehe "Gesundheit an erster Stelle", sagte Kuckelkorn. "Es kann kein Feiern um jeden Preis geben." Den Karnevalisten verlange diese Saison "viel Kreativität" ab, sagte Kuckelkorn. Es gehe nun darum, den "kleinen Rahmen zu nutzen, der uns bleibt". dpa/Roland Weihrauch/dpa Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski (l) und Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, beantworten Fragen.

Spanischer Medienbericht: Chinesische Hacker stehlen spanische Impfstoff-Daten

18.21 Uhr: Datenklau in der Impfstoff-Forschung? Wie die spanische Zeitung "El Pais" berichtet, haben Chinesische Hacker Informationen aus spanischen Laboren gestohlen, die gerade an einem Corona-Impfstoff arbeiten. Welche Informationen genau entwendet worden seien und wann dies geschehen sei, sei allerdings unklar. Ingesamt sei die Zahl der Cyberangriffe Angaben der spanischen Geheimdienst-Chefin zufolge während des Corona-Lockdowns gestiegen. Wie "El Pais" weiter berichtet, würden die meisten dieser Angriffe aus China und Russland stammen.

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