Wenn Paare in die Kuschelfalle tappen: So stark kann Panda-Syndrom Beziehung belasten

Paare, die schon länger zusammen sind, haben oft nicht mehr so viel Sex wie in der stürmischen Anfangszeit. Wenn der Alltag eingekehrt ist, werden andere Dinge wieder wichtiger – die Arbeit, Verabredungen, Hobbies.

Doch es ist nicht nur der Zeitfaktor, der dazu führt, dass viele Paare mit der Zeit immer weniger Sex haben.

Warum tappen Paare in die Kuschelfalle?

Die Anfangszeit einer neuen Liebesbeziehung ist ein Ausnahmezustand. Alle Sinne sind hellwach, das Verlangen nacheinander ist groß. Der große Denker und Philosoph Platon geht sogar noch weiter: "Liebe ist eine schwere Geisteskrankheit."

Wenn der Alltag die Partner wieder einholt und sich gleichzeitig das Gefühl, dass alles neu und aufregend ist, nachlässt, ändert sich bei vielen aber die Sex-Frequenz.

Doch manchmal ist dann noch nicht Schluss: Selbst wenn die Gelegenheiten da sind, die Zeit reicht und auch die Liebe noch da ist – trotzdem passiert im Bett nicht mehr viel.

Stattdessen wird auf dem Sofa beim Fernsehen gekuschelt, ohne dass sich etwas daraus entwickelt. Gemütlichkeit und Trägheit gewinnen die Oberhand.

Eine Umfrage im Auftrag des Partnerschaftsportals Parship ergab, dass 28 Prozent der Befragten regelmäßig zu müde oder zu träge sind, um mit ihrem Partner Sex zu haben.

Gründe für die Sexflaute

Nicht immer bedeuten Sexpausen oder seltener Sex, dass Paare sich auseinandergelebt haben und das Interesse aneinander erloschen ist. Wenn die Libido auf Sparflamme glüht, kann das verschiedene Gründe haben, zum Beispiel Überlastung durch Arbeit, zu viele Freizeitaktivitäten oder Aufgaben wie Pflege eines Angehörigen, oder Krankheit. Sei es, dass man Schmerzen hat oder aber an Depressionen leidet.

Oft ist es aber auch besagte Trägheit und Gemütlichkeit, die Paare davon abhält, sich miteinander in den Laken zu wälzen, wenn "Game of Thrones"-Gucken zu zweit doch auch schön ist.

Der Vergleich zu den einträchtig Blätter mümmelnden Pandas, die bisweilen von nervösen Wissenschaftlern zum Sex animiert werden, kommt schließlich nicht von ungefähr.

Wir müssen reden

Wenn die Sexmüdigkeit beide Partner gleichermaßen betrifft, ist es nicht ganz so tragisch – denn immerhin leidet dann nicht einer von beiden, weil ihm oder ihr etwas fehlt.

Darüber zu sprechen, ist dennoch wichtig, damit man nicht unausgesprochen träge auseinanderdriftet und sich plötzlich wundert, wenn man sich trennt.

Denn nur weil der andere auch keinen Sex wollte, müssen nicht dieselben Gründe dahinterstecken. Durchaus möglich, dass der eine faul und der andere auf der Suche nach aufregenderen Partnern war.

Außerdem sollten Paare, die es sich in der Kuschelzone gemütlich gemacht haben, gelegentlich daran denken, dass Sex vielfältige Funktionen hat.

Neben Fortpflanzung, gesundheitlichem Nutzen und freudenspendendem Zeitvertreib ist es auch die Quelle von Bindungshormonen, die dafür sorgen, dass die Liebe innig und lebendig bleibt.

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