Neue Studie: Regelmäßiger Sex könnte die Menopause hinauszögern

Vieles im Zusammenhang mit dem menschlichen Körper und seinen Funktionen ist absolut individuell und nur schwer in Regularien festzuhalten.

Dazu gehört auch die Menopause einer Frau. Wann sie eintritt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren – nur bedingt kann man sich hierbei auf die Genetik verlassen.

Was ist die Menopause?

Die Medizin spricht dann von Menopause, wenn die Periode für zwööf Monate ausgetzt hat und keine externen Faktoren, wie zum Beispiel das Stillen eines Babys oder der Einfluss hormoneller Verhütungsmittel, dafür verantwortlich sein könnten.

Im Durchschnitt erreichen Frauen ihre Menopause im Alter von 51 Jahren, aber auch hier kann es zu starken Abweichungen kommen.

Das Alter der Frauen ist zudem länderübergreifend sehr unterschiedlich und neben der Genetik abhängig von den Lebensumständen und dem individuellen Lebensstil. Rauchen beispielweise kann ein solcher Faktor sein.

Das Kuriose: Die natürliche Menopause lässt sich nur im Nachinein feststellen, da keine Frau weiß, ob die aktuelle Periode nun wirklich die letzte sein wird.

Mehr Sex und länger fruchtbar?

Ausgangspunkt der im Januar 2020 im ‚Royal Society Open Science Journal‘ veröffentlichten Studie waren die bisherigen Forschungsergebnisse zu diesem Thema.

Diese zeigten einen Zusammenhang zwischen dem Eintreten in die Menopause und dem Familienstand einer Frau. Demnach setzte die Menopause bei verheirateten Frauen später ein.

Für die Studie wurden insgesamt 2936 Frauen zwischen dem 42. und 52. Lebensjahr befragt, die nicht schwanger waren und über einen gesunden Uterus verfügten. Die analysierten Daten wurden im Rahmen der Study of Women’s Health Across the Nation Study (SWAN) generiert.

Dies ist eine US-amerikanische Langzeitstudie, die Daten zu biologischen uns physiologischen Veränderungen im Zusammenhang mit der weiblichen Menopause sammelt.

Bildergalerie: 30 Tipps für besseren Sex

Zu Beginn der Studie waren 78 Prozent der befragten Frauen verheiratet oder in einer Beziehung, 68 Prozent lebten mit ihrem Partner zusammen.

Aufgrund der Vermutung, das Eintreten der Menopause steht in Verbindung mit der Häufigkeit an Sex, wurden die Frauen zu ihrem Sexleben befragt. 10 Jahre nach Beginn der Studie fand ein sogenanntes Follow-up-Interview statt.

„Wir haben beobachtet, dass die Frauen, die im Untersuchungszeitraum wöchentlich Sex hatten, mit einer 28 Prozent geringeren Wahrscheinlichtkeit in die Menopause kamen, als die Frauen, die ihren eigenen Angaben zu Folge weniger als einmal im Monat Sex hatten“, teilen die Studienautoren Arnot und Mace mit.

Co-Autorin der Studie Ruth Mace, Professorin für Evolutionäre Anthropologie am University College in London, unterstreicht aber, dass die Ergebnissen bestenfalls als Hinweis auf den beschriebenen Zusammenhang zu sehen sind.

„Es ist nicht sicher, dass viel Sex in den Vierzigern oder Fünfzigern einer Frau ihre Menopause tatsächlich nach hinten verschieben würde“, ordnet Mace die Ergebnisse ein.

Quelle

  • Arnot, M. et al.(2020): Sexual frequency is associated with age of natural menopause: results from the Study of Women’s Health Across the Nation, abgerufen am 17.01.2020: https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsos.191020#d3e1299

Stefanie Naumann

*Der Beitrag „Neue Studie: Regelmäßiger Sex könnte die Menopause hinauszögern“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen