Tötete ein Küsschen die kleine Kiara? Baby stirbt nach Herpes-Infektion

Eine Infektion mit Herpes-Viren kostete die kleine Kiara das Leben. Der tragische Fall ist nicht der erste seiner Art. Trotzdem wissen viele nicht, wie gefährlich eine Ansteckung für Säuglinge sein kann. Jetzt warnen Kiaras Eltern, damit andere Familien nicht dasselbe Schicksal ereilt.

Kelly Ineson und Thomas Cummins konnten nur 14 Tage mit ihrer neugeborenen Tochter Kiara verbringen. Dann starb das Mädchen. Vermutlich hatte jemand das Kind geküsst und es dabei mit einem Herpes-Virus angesteckt. Für das Baby endete die Infektion tödlich.

Das Immunsystem von Neugeborenen muss erst noch lernen, Krankheitserreger abzuwehren. Eine vermeintlich harmlose Infektion kann daher gefährlich für sie werden. Bei Erwachsenen verursacht Herpes Fieberbläschen, bei Neugeborenen kann es zu einer ernsten Erkrankung führen. Weil das kaum jemand weiß, warnen betroffene Eltern immer wieder im Internet vor der Gefahr – so nun auch die Eltern von Kiara.

"Ich hätte mir nie in meinen schlimmsten Albträumen vorstellen können, dass ein Kuss mein Baby töten könnte", sagt Kelly Ineson laut der irischen Nachrichtenseite "thesun.ie".

Ineson und ihr Verlobter seien besonders vorsichtig gewesen, wenn sich Fremde ihrem Kind genähert hatten oder jemand mit ungewaschenen Händen das kleine Mädchen anfassen wollte. Trotz aller Vorsicht konnten sie die Infektion aber nicht verhindern. Eine Herpes-Infektion kann entweder durch einen Kuss übertragen werden oder bei einer natürlichen Geburt, wenn die Mutter an Genitalherpes leidet.

"Wusste, dass sie nicht überleben würde"

Kiara kam mit einem Notfall-Kaiserschnitt ins Leben. Zehn Tage nach der Geburt stellte eine Hebamme bei einer Routineuntersuchung fest, dass das Mädchen bedenklich viel Gewicht verloren hatte. Sie kam erneut ins Krankenhaus. Dort verschlimmerte sich Kiaras Zustand laut "thesun.ie". Auch ihre Sauerstoffwerte sanken und ihre Nieren arbeiteten nicht mehr.

Mutter Kelly rechnete bereits mit dem Schlimmsten. Sie erinnert sich an all die Ärzte, die durch den Raum rannten. Die 30-Jährige brach zusammen. "Ich glaube, tief im Innern wusste ich, dass sie nicht überleben würde", sagt sie später.

Ihre Befürchtung sollte sich bewahrheiten: Im Alter von nur 14 Tagen starb Kiara. Das Herpes-Virus hatte zu einer Blutvergiftung geführt. Das Virus hatte vermutlich bereits ihr Gehirn angegriffen.

Die letzten Stunden seines Lebens verbrachte das kleine Mädchen im künstlichen Koma. Die Familie kam, um sich zu verabschieden. Während die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet wurden, blieben die Eltern an Kiaras Seite.

"Sie starb am 13. August um 18:32 Uhr – der schlimmste Moment meines Lebens", sagt ihre Mutter.

Herpes für Säuglinge gefährlich

"Bei Säuglingen ist in den ersten drei Lebensmonaten das Immun­system noch nicht ausreichend entwickelt. Dadurch kann die Infektion bei ihnen lebensgefährliche Komplikationen und bleibende Schäden verursachen", erklärt Kinderarzt Hermann Josef Kahl gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung.

Bedrohlich können Herpes-Viren auch für Krebspatienten während der Chemotherapie sein oder für Menschen mit HIV, deren Immunsystem ebenfalls schwächer ist als das von gesunden Menschen. Weil die Abwehrkräfte das Virus nicht ausreichend in Schach halten, kann es sich auf die Organe ausbreiten.

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