Penis-Mythen entlarvt: Daran erkennt ihr wirklich, wie groß das beste Stück ist

In der Sportumkleide unter pubertierenden Jungs, beim Mädels-Abend mit Weinchen, in den Chat-Gruppen mit den besten Freunden, in Kommentarspalten und Internetforen unter Decknamen: Wo über Sex gesprochen wird, kommt die Rede auch schnell auf Penisse – und dabei scheinbar oft besonders wichtig: deren Größe.

Und wie wohl überall, wo Laien untereinander mit großem Selbstvertrauen über scheinbar simple Themen sprechen, halten sich auch über Penis-Größen und woran man sie erkennen kann, ohne das beste Stück selbst zu sehen, besonders hartnäckige Gerüchte.

Wir haben besonders verbreitete Mythen über große Penisse ausfindig gemacht und überprüft, was wirklich an ihnen dran ist.

“An der Nase eines Mannes…”

Ein schneller Blick auf seine Füße und schon kennt ihr die Penis-Größe des Gegenübers, lautet eine beliebter Ratschlag – ganz so einfach ist es leider nicht, wie Urologen des St. Marys Universitätsklinikums in London schon 2002 feststellten. Sie untersuchten die Penis-Länge von 104 Männern mit den Schuhgrößen von 42 bis 48 und konnten “keinen wissenschaftlichen Beleg für den Zusammenhang” von Schuhgröße und Penis-Größe finden.

Die Größe von Händen und Füßen untereinander hingen zwar extrem stark zusammen, schreiben indische Ärzte vom Colaco-Krankenhaus in Mangalore. Mit der Penis-Größe hätten beide Körperteile jedoch nichts zu tun.

Jeder Zweite wäscht seinen Penis falsch – mit ernsten Folgen

Es bleiben noch die Finger. Bei denen kommt es auch nicht auf die absolute Länge an, sondern auf das Verhältnis von Zeige- zu Ringfinger.

Männern, deren Zeigefinger kürzer als der Ringfinger ist, haben laut einer Studie der Uni-Kliniken im koreanischen Incheon und Seoul generell etwas größere Penisse.

Grund für das längere Glied bei diesen Männern ist laut der Wissenschaftler eine erhöhte Testosteron-Konzentration im Mutterleib.

“Kein wissenschaftlicher Zusammenhang”

Auch die Nasengröße könne keinen Aufschluss über den Penis ihres Trägers geben, sagt Darius Paduch, Professor für Fortpflanzungsmedizin und Urologie von der Cornell University in Ithaca, New York, im “MEL Magazine”.

Allerdings bestehe ein gewisser Zusammenhang zwischen der Größe des Adamsapfels eines Mannes und der Größe seines Penis – allerdings kein genetisch, sondern ein “Fett bedingter”.

Da übergewichtige Männer auch besonders viel Fett um den Penis herum hätten, wirke ihr Penis kleiner, meint Urologe Paduch. Ihr Adamsapfel verstecke sich ebenfalls unter einer Fettschicht. Bei schlanken Männern seien Adamsapfel und Penis einfach nur besser sichtbar.

Kein ewiges Penis-Wachstum

Auch eine Korrelation von Körpergröße und Penisgröße schloss Paduch gegenüber “MEL Magazine” aus. Die Ergebnisse von David Veale vom King’s College London und Kollegen zeigen jedoch etwas andere Ergebnisse: Sein Team wertete knapp 20 Studien aus, in denen die Penisgröße oder der Penisumfang von mehr als 15.500 Männern im Alter von 17 bis 91 Jahren von Fachpersonal erfasst wurde.

Sie konnten immerhin eine schwache Korrelation zwischen Körpergröße und der Größe des erigierten Glieds feststellen.

Kann der Penis im Alter wachsen?

Wer mit seiner Penis-Größe unzufrieden ist, klammert sich unter Umständen an die Hoffnung: Wächst das gute Stück vielleicht noch? So hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der Penis, ähnlich wie das menschliche Ohr, ein ganzes Leben lang wachse, wie zum Beispiel im “MEL Magazine” spekuliert wird.

Dabei ist wohl leider das Gegenteil der Fall. Der Penis wachse in der Pubertät, also zwischen neun und 14 Jahren am meisten, schreibt das Medizin-Portal “WebMD”. Das Wachstum setze sich dann noch manchmal verlangsamt bis in die frühen 20er fort.

Im Alter schrumpfe der Penis dann eher, schreibt Dr. Madeleine Castellanos, die Autorin von “Penis Problems: A Men’s Guide” in der US-HuffPost.

“Sobald ein Mann in seinen 60ern oder 70ern ist, verliert er oft bis zu eineinhalb Zentimeter Penis-Länge.”

(ak)

Dieser Artikel wurde verfasst von HuffPost / md

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