Warum Heroin die tödlichste aller Drogen ist

Heroin ist die tödlichste der Rauschdrogen – seit Jahrzehnten führt es die Drogentod-Statistik mit großem Vorsprung an. Der Grund: Opioide, Stoffe die der Droge des Schlafmohns ähnlich sind, kommen von Natur aus im Gehirn vor. Und sie berauschen nicht nur, sie können auch wichtige Funktionen im Nervensystem dämpfen. Etwa das Atemzentrum. Bei einer Überdosis, dem „goldenen Schuss“, erlischt der Atemreflex, während der Konsument betäubt ist. Er erstickt.

Wie viele Drogen war Heroin einst ein Medikament. Es gehörte der Firma Bayer und galt als sicheres Schmerz- und Betäubungsmittel. Später entdeckte man das Sucht-Potenzial und verbannte es vom Markt. Weil Heroin also teuer vom Schwarzmarkt kommt, verursacht es eine intensive Beschaffungskriminalität. Außerdem ist seine Reinheit oft unberechenbar. Und: Der Bereich zwischen einer verträglichen und einer lebensgefährlichen Dosis ist viel schmaler als bei anderen Drogen. Der Bedarf steigt mit der Zeit an, der Körper wird tolerant. Zu den größten Risiken gehören auch Infektionen wie HIV und Hepatitis wegen des Gebrauchs von Spritzen. Weil Heroin sowohl psychisch wie physisch schwer abhängig macht, sind die Symptome eines Entzugs oft nur mithilfe von Ersatzdrogen erträglich.

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