Reform der PTA-Ausbildung erst 2019

Immer wieder hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)angekündigt, dass er neben seinen Plänen für den Apothekenmarkt auch diePTA-Ausbildung reformieren möchte. Konkret geht es um die Länge und die Inhalteder Ausbildung. Nun steht aber fest: Zunächst will Spahn denVersandhandelskonflikt lösen und das Apothekenhonorar reformieren, dann ist diePTA-Ausbildung dran.

Auf seinem Facebook-Kanal hatte Spahn mehrfach einumfangreiches Gesetzespaket für den Apothekenmarkt angekündigt. Dabei ging esnicht nur um den Versandhandelskonflikt und das Apothekenhonorar. Der Ministersagte im Juni 2018 auch: „Ich möchte die PTA-Ausbildung gerne zeitnahüberarbeiten und auf einen modernen Stand bringen.“ Dazu waren aberbislang keine Details bekannt. Klar war nur, dass sich im vergangenen Monat Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesverbandes der PTA (BVpta), derApothekengewerkschaft Adexa und der ABDA getroffen haben, um über eine mögliche Reform zu sprechen.

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Spahn: Apothekenhonorar, PTA-Ausbildung und Versandhandel gebündelt regeln

Sprach Spahn bislang von einem „Gesamtpaket“, wird nun aberklar, dass das Thema der PTA-Ausbildung von den anderen Regelungen imApothekenmarkt getrennt geregelt werden soll. Auf der Pressekonferenz amheutigen Dienstag in Berlin erklärte Spahn nach der ABDA-Mitgliederversammlung:„Dieses Thema haben wir heute noch nicht besprochen. Der PTA-Beruf ist eineigener Beruf, wir werden dieses Thema erst im nächsten Jahr aufgreifen“, soder Minister.

Adexa und BVpta wollen modernisieren

Konkret geht es um das 1968 verabschiedete Gesetz über denBeruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PharmTAG) sowie die 1997zuletzt stärker novellierte Ausbildungs- und Prüfungsordnung (PTA-APrV). „BeideRegelwerke bilden weder den aktuellen Stand noch zeitgemäße Kompetenzen von PTAab“, betonte Sabine Pfeiffer van Rijswijk, Vorsitzende des BVpta, im Juli 2018.Als Beispiele nennt sie Qualitätsmanagement, Dokumentation und Digitalisierung.Auch die Adexa sieht Handlungsbedarf. Adexas Erster Vorsitzender Andreas Mayergänzte: „Gleichzeitig müssen die Ausbildungsbedingungen attraktiver gestaltetwerden, um dem schon jetzt bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

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