Reaktionen auf Nahrungsmittel: Allergie oder Intoleranz?

Nahrungsmittelunverträglichkeitenoder auch Nahrungsmittelintoleranz sind Sammelbegriffe für verschiedene,nicht-allergisch bedingte Reaktionen auf Nahrungsmittel. Im Gegensatz zu einer Nahrungsmittelallergie ist eine Intoleranz nicht lebensbedrohlich. In den nächsten fünf Beratungsquickies auf DAZ.online finden Sie das Wichtigste zu den häufigsten Intoleranzen – wie gegen Lactose, Fructose, Gluten oder Histamin. Im ersten Teil der Serie geht es zunächst vor allem um die Allergien.

Die beiden synonym verwendeten Begriffe „Nahrungsmittelintoleranz“und „Nahrungsmittelunver­träglichkeit“ sind Oberbegriffe für verschiedene,durch Nahrungsmittel ausgelöste Beschwerden. Diese können an denunterschiedlichsten Organsystemen lokalisiert sein. Am häufigsten kommt es zuallgemeinen Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oderVerstopfung und Unwohlsein. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können toxisch,enzymatisch, „pseudoallergisch“ oder allergisch-immunologisch bedingt sein undauf vielfältige Weise in Erscheinung treten. Wenn Symptome durch toxi­scheStoffe ausgelöst werden, die sich beispielsweise in verdorbenen Nahrungsmittelnoder giftigen Pilzen befinden, handelt es sich um eine Lebensmittelvergiftung.

Nahrungsmittelintoleranz

Die häufigste Form der nicht-immunologisch bedingtenNahrungsmittelreaktionen ist die Nahrungsmittelintoleranz, die durchVorgänge, wie Enzymdefekte oder Malabsorptionen hervorgerufen wird. Rein pharmakologischeReaktionen, bei denen das Immunsystem vorher nicht sensibilisiert wurde, werdenals Pseudoallergien bezeichnet. Hier aktivieren Stoffe aus der Nahrung, konzen­trationsabhängig und direkt, bestimmte Immunzellen, sodass eineallergische Sofortreaktion mit Nesselsucht, Angioödem (akute, schmerzloseHautschwellung) und Ana­phylaxie eintritt.

Einige schwerverdauliche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte oderZwie­beln­, Lauch­ und Kohlsorten verursachen bei einem Großteil derBevölkerung Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl bis hin zu Durchfall.Hierbei handelt es sich aber nicht um tatsächliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Nahrungsmittelallergien: Ursachen und Symptome

Die Nahrungsmittelallergie ist einebesondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Von einer Nahrungsmittelallergiespricht man, wenn die Reaktionen auf Nahrungsmittel immu­nologisch bedingt sind. Nur circa 3 bis 4 Prozent der Bevölkerung leiden an einerNahrungsmittelallergie, wobei Kinder häufiger betroffen sind als Erwachsene.Die Liste an potenziell allergenen Lebensmitteln ist lang: Soja, Kuhmilch, Nüsse,Hühner­eiweiß, Fisch sowie Krebs­ und Schalentiere, Johannisbrot­kernmehl,viele Obst-­ und Gemüsesorten wie Äpfel, Bananen, Kiwis, Erdbeeren, Tomaten und Gurken.

Bei Lebensmitteln sind Allergeninformationen verpflichtend, die 14 am häufigsten Lebensmittelallergien auslösenden Lebensmittel müssen immer gekennzeichnet werden.

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