Borkener Apotheker beschweren sich über Overwienings neue Apotheke

Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, hat eine neue Apotheke: In einem neu gebauten Ärztehaus am Klinikum in der Kleinstadt Borken hat Overwiening eine Apotheke eröffnet. Bei ihren Kollegen in Borken kommt das gar nicht gut an. In einem Zeitungsbericht beschweren sie sich unter anderem über die mangelnde Transparenz bei der Apothekengründung.

„Das ist nicht fair gelaufen“

In einem Bericht der „Borkener Zeitung“ erheben die Apotheker nun Vorwürfe gegen den Klinikbetreiber. „Das ist nicht fair gelaufen“, berichtet ein Apotheker. Eine andere Apothekerin erklärt, dass sie sich vier Jahre lang bemüht habe und noch nicht einmal ein konkretes Konzept vorstellen durfte. Das ganze Verfahren sei „sehr enttäuschend“ gewesen, auch weil es gar keine öffentliche Ausschreibung gegeben habe. Was die Borkener Apotheker dem Klinikbetreiber und/oder Overwiening vorwerfen, was also konkret nicht fair gelaufen sein soll, geht aus dem Artikel jedoch nicht hervor. Auf Nachfrage von DAZ.online wollten sich die Inhaber der umliegenden Apotheken auch nicht äußern.

In dem Artikel beteuert die Kammerpräsidentin, dass sie die Geschäftsführung schlicht mit einem guten Konzept überzeugen habe können. Sie habe eine Architektin beauftragt und das Ergebnis dann dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung präsentiert. Auch ein Sprecher der AKWL bekräftigt, dass es keinerlei Zusammenhänge zwischen Overwienings Amt und der neuen Apotheke gebe. Wörtlich erklärte der AKWL-Sprecher gegenüber DAZ.online: „Aus Sicht der AKWL gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen der Apotheke in Borken und der ehrenamtlichen Tätigkeit von Frau Overwiening als Kammerpräsidentin. Allenfalls den folgenden: Frau Overwiening steht für eine starke heilberufliche Ausrichtung der Apotheke. Mit Blick auf Barrierefreiheit, Diskretion in der Beratung et cetera setzt die neue Apotheke ganz sicher Maßstäbe.“

Der Klinikbetreiber äußerte sich kurz gegenüber der „Borkener Zeitung“. Man bedauere, dass es aufgrund der Vermietung der Räumlichkeiten zu Irritationen gekommen sei. Es habe sich nicht um einen ausschreibungspflichtigen Vorgang gehandelt, zu weiteren Details der Vermietung wolle man sich nicht äußern.

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