Apothekerkammer Schleswig-Holstein für Sicherheitsreserve

Deutschland hat mittlerweile mehrere Tausend DosenGrippe-Impfstoffe aus EU-Ländern importiert. Doch nach wie vor gibt es mancherortsEngpässe bei der Versorgung. Frank Jaschkowski, Geschäftsführer derApothekerkammer Schleswig-Holstein, sprach sich gegenüber der DeutschenPresseagentur dafür aus, eine Sicherheitsreserve für die Impfstoffe anzulegen.

Ende November hatte das Bundesgesundheitsministerium ineiner im Bundesanzeiger veröffentlichten Bekanntmachung einen Versorgungsmangelbei saisonalen Influenzaimpfstoffen festgestellt und den Ländern ermöglicht,abseits der strengen Vorgaben des Arzneimittelgesetzes die nötigen Impfstoffezu beschaffen. In der Folge wurden die Vakzine aus anderen EU-Ländern geordert. 

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Allein nach Berlin seien 3000 Dosen bestellt worden, sagteeine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales. Das Saarlanderhielt nach Auskunft der Landesapothekenkammer „sehr kleine Mengen“ vonImpfstoffen aus Polen und Frankreich, dennoch sei nun keiner mehr verfügbar. InSachsen wurden dem Apothekerverband zufolge bisher 23.000 Dosen bestellt undausgeliefert. Das Gesundheitsministerium in Sachsen geht davon aus, dass derEngpass beim Grippe-Impfstoff damit behoben ist. Dagegen spricht dierheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) trotzImporten vornehmlich aus Griechenland aus Polen von einer „fatalenVersorgungssituation“. Die Importe hätten den großen Bedarf nicht deckenkönnen. Um eine solche Situation in der kommenden Saison zu verhindern, setztensich auf Landesebene die Kassenärztliche Vereinigung, Apothekerverband und AOK Anfangdieses Jahres zusammen.

Gar nicht erst zum Arzt gegangen?

Aus Schleswig-Holstein heißt es, Apotheken hätten Impfstoffe„im vierstelligen Bereich“ aus dem Ausland, überwiegend aus Großbritannienbezogen. Der Geschäftsführer der dortigen Landesapothekenkammer, Frank Jaschkowski,sagte der dpa: „Damit konnten kleinereVersorgungslücken geschlossen werden.“ Er  schätzt, dass sich einige Tausend Schleswig-Holsteinerwegen des Impfstoffmangels nicht gegen Grippe impfen haben lassen. Er gehedavon aus, dass viele gar nicht mehr zum Arzt gegangen sind, weil keinImpfstoff mehr da war.

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