Bakterienbefall: Gibt es bald kein Olivenöl mehr?

Xylella fastidiosa heißt der Übeltäter, der zuerst in Apulien sein Unwesen trieb und sich immer weiter ausbreitet.

In Süditalien mussten Olivenbauern zusehen wie jahrhundertealte Bäume erst braune Blätter, dann trockene Stämme bekamen und schließlich starben.

21 Millionen Bäume sollen in dieser süditalienischen Region bereits befallen sein, berichtete der ‚Spiegel‘ im August. In Puglia, der wichtigsten Olivenanbauregion Italiens, sollen es laut ‚Daily Mail‘ sogar 60 Millionen sein.

Kranke Olivenbäume: Wie sind die Aussichten?

Das Bakterium Xylella fastidiosa ist schon eine Weile bekannt und kann auch anderen Nutzpflanzen Schaden zufügen, darunter Weinranken, Kaffeepflanzen und Pfirsichbäumen. Seit 2013 macht es sich über Olivenbäume her.

Die Olivenernte in Italien fiel 2018 bereits 50 Prozent niedriger aus als gewohnt. Das Land musste erstmals selbst Olivenöl importieren. In Südfrankreich, Nordportugal und auf Korsika wurde das Bakterium ebenfalls schon bei seiner tödlichen Arbeit beobachtet.

Wie es sich weiter ausbreiten wird, ist noch unklar – ein Mittel gibt es dagegen jedoch noch nicht.

Und noch etwas macht den Olivenbauern in Südeuropa zu schaffen: der Klimawandel. So hatte eine Reihe von extrem trockenen Sommern bereits Auswirkungen auf die Erträge der spanischen Olivenbäume.

Die Tendenz: Olivenöl wird in den kommenden Jahren knapper und damit teurer.

Der größten Olivenölproduzent: Spanien

Neben Italien ist Spanien der größte Produzent für Olivenöl – 1,3 Millionen Tonen liefert die iberische Halbinsel jährlich. Noch blieben die Olivenbäume in Spanien vom Bakterienbefall verschont. Doch es gilt abzuwarten.

Die Frage ist zudem: Können die anderen südeuropäischen Länder den harten Verlust Italiens auffangen?

Gerade für die Mittelmeerküche ist Olivenöl, die beliebste Zutat für sämtliche Speisen.

Alternativen für das Olivenöl

Doch das Olivenöl ist nicht das einzige Speiseöl mit gesunden Benefits, welches sich zum Kochen und Backen eignet.

Kaltgepresstes Rapsöl und Leinöl liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren und eignen sich besonders für die kalte Küche.

Mit raffiniertem Rapsöl lässt sich besonders gut braten und backen, da es hohen Temperaturen besser aushält – noch besser als das Olivenöl–, und zudem neutral im Geschmack ist.

Herrlich aromatisch werden Salate mit Nussöle oder beispielsweise mit Kürbiskernöl.

Es gibt viele gesunde Alternativen. Bleibt zu hoffen, dass die Ausbreitung des Bakteriums sich nicht ungebremst fortsetzt und dass bald ein Mittel dagegen gefunden wird. Dann kann man weiterhin das köstliche kaltgepresste Olivenöl genießen.

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